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NINE
USA 2009, 115 Min., FSK: bitte erfragen
Regie: Rob Marshall
Darsteller: Daniel Day-Lewis, Marion Cotillard, Penélope Cruz, Judi Dench, Nicole Kidman, Kate Hudson, Stacy Ferguson
Der Regisseur Guido Contini steckt in der Krise. Ausgerechnet kurz bevor er das nächste Projekt beginnen soll. Der Italiener von Weltruf wird demnächst 40. Das bringt Männer schon mal ans Grübeln. Und worüber denken sie dann nach? Über Frauen. Contini diskutiert und streitet also mit seiner Frau, seiner Freundin, einer Mode-Journalistin, einer Hure aus seiner Vergangenheit, einer Kostüm-Designerin und seiner toten Mutter (gespielt von Sophia Loren). Das kann ja heiter werden und wird es auch: Denn Rob Marshall, der schon in CHIGAGO zum Tode verurteilte Frauen ans Singen brachte, inszenierte die Midlife-Krise als Musical. Und das mit sichtlichem Vergnügen. Glamourös gestaltet er die Tanzszenen aus, lässt in glitzernden Kostümen tanzen und erfreut sich an lasziven Bewegungen.
Frauen können vom männlichen Krisenträumen durchaus profitieren. Kate Hudson, die die Rolle der Journalistin Stephanie spielte, sprach in einem Interview davon, dass der Film ihre beste Erfahrung am Set überhaupt war.
Rob Marshall, der in diesem Jahr 50 wird, adaptierte das Broadway-Stück NINE, ausgezeichnet mit dem Toni-Award, als Variation von Federico Fellinis 81/2. Für diesen Ausflug ins Phantastische ließ sich die erste Reihe der Hollywood-Mimen begeistern. Der zweifache Oscargewinner Daniel Day-Lewis spielt Guido Contini. Nicole Kidman, Judi Dench, Penélope Cruz, Marion Cotillard und Fergie singen und tanzen, dass es eine Lust ist. Nahtlos fügen sich die selbst gesungenen Songs in die Handlung ein und geben der Komödie so einen speziellen Rhythmus und wechselnde Klangfarben. Der Titel NINE spielt zum einen auf Fellini an, dessen Film achteinhalb eben zugleich sein neunter war. Zum anderen erinnert sich Contini an die schwarz-weiße Filmzeit, als er ein neunjähriger Junge war und nicht einmal das Wort Midlife-Krise kannte. Judi Dench sagt im Film, dass Regieführen stark überbewertet wird. Rob Marshall beweist das Gegenteil. Nebenbei: Würden alle Beteiligten ihre Oscars auf ein Regalbrett stellen, man käme auf weiter mehr als neun. Allein die Schauspieler hätten schon acht im Gepäck.
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